Erfahrungen

Schreiben sie ein neuen Kommentar

 
 
 
 
 
 
 
 
Felder mit * sind Pflichtfelder
Ihre e-mail wird nicht veröffentlicht.

Aus Sicherheitsgründen bewahren wir ihre IP Adresse auf
Es kann sein das ihr Eintrag sichtbar wird erst nach unserer Besichtigung.
Wir behalten das recht für Änderungen, löschen und nicht Veröffentlichung des Kommentars.
Silke, EFT Practitioner AAMET Silke, EFT Practitioner AAMET aus Döggingen schrieb am 26. Mai 2016 um 13:21:
EFT hilft 9-jährigem Mädchen mit Autismus
Lieber Reto, herzlichen Dank für deine sehr informativen Workshops, die du mit so viel Herz, Humor und Engagement hältst. Ein wahres Geschenk! Ich freue mich, dass ich so viel von dir lernen durfte und weiterhin lernen darf ☺
Seit fast 18 Jahren arbeite ich als ABA/VB Verhaltensberaterin mit Familien mit Kindern mit Autismus Spektrum Störung sowie mit Kindern mit Down Syndrom und mit anderen Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten. Hier möchte ich nun eine Erfahrung teilen, die ich gleich nach dem ersten EFT Seminar mit einem "meiner" Kinder erlebt habe.
Während einer Erstberatung von drei Tagen bei einem 9-jährigen Mädchen mit Down Syndrom war es neben dem Aufbau von Kommunikation und der Anbahnung von höher Selbständigkeit mit Üben des Toilettengangs auch ein wichtiges Ziel, dass das Mädchen ins Auto ihrer Mutter steigt ohne dabei Angst und Panik zu haben. Schon vorab hatten mir die Eltern Videos zukommen lassen, die zeigten wie das Mädchen die gesamte Autofahrt über schrie und weinte, weil sie nicht im Auto sein wollte. Da das Mädchen nur sehr geringe Kommunikationsfähigkeiten hatte, war es nicht möglich herauszufinden, was ihre Panik verursachte. Die Eltern vermuteten, dass sie sich evtl. in der Vergangenheit mit dem Sicherheitsgurt etwas eingeklemmt hatte und nun Angst vor möglichen weiteren Schmerzen hatte. Am zweiten Beratungstag übten wir also nach verhaltenstherapeutischem Vorgehen in Verbindung mit hoher Motivation und Verstärkung das Annähern an die Garage, das Öffnen dieser, das Anfassen des Autos und blieben beim Öffnen der Autotür stecken. Es blieb uns nur noch ein Beratungstag um eine Situation zu kreieren, in der das Mädchen eine positive Erfahrung mit dem Auto machen konnte. Spätestens zwei Tage später müsste sie wieder ins Auto sitzen um zu Therapien, zum Einkaufen und auch zum Spielplatz gefahren zu werden. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass EFT bei diesem Mädchen eine Wirkung haben würde, habe es aber doch probiert. Da das Mädchen auf Grund von Wahrnehmungsschwierigkeiten es nicht so gut fand, dass ich an ihr die Punkte klopfte und sie noch Mühe beim Nachahmen von Bewegungen hatte, habe ich ihr die Punkte vorgeklopft und ihre Hände dabei unterstützt die Punkte an sich zu klopfen. Auch Nachsprechen ging nicht, so habe ich die Worte für sie gesagt um die Angst und Panik vor dem Einsteigen ins Auto zu klopfen. Es ging nur zwei Runden und das Mädchen ist ins Auto gestiegen. Natürlich haben wir das mit Musik, Umarmung und Lob gefeiert und den Moment ganz kurz gehalten und sind sofort wieder aus dem Auto gestiegen. Das allein hat mich schon sehr überrascht. Unbeschreiblich beeindruckt hat mich, dass das Mädchen nach dem Aussteigen meine Hände nahm und sich den Klopfvorgang mit mir einforderte. Sie hatte sichtlich Freude an dem Ablauf und stieg nochmals ins Auto ein! Wow! Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass EFT unabhängig von der kognitiven Ebene wirkt. Ich freue mich darauf EFT weiterhin in meine Arbeit einfliessen zu lassen 🙂
Administrator-Antwort von: Reto Wyss
Sehr ermutigender Fall aus der Praxis, welcher zeigt, dass EFT unabhängig von unserem Verstand bzw. unserer kognitiven Leistungsfähigkeit funktioniert. Aus der Erfahrung in der Behandlung von Kindern wissen wir schon lange, dass es nicht um die Worte geht, nicht um das Denken geht, sondern vielmehr um das Fühlen. Und jeder Mensch fühlt - unabhängig von seiner kognitiven Fähigkeiten! Mit EFT adressieren wir den emotionalen Stress in einer Weise, dass die Person merkt, dass es ok ist, das zu fühlen was da ist - ungeachtet wie schlimm es sich anfühlt. Und gerade für Menschen, die nur schwer auf der Verstandesebene zugänglich sind, ist es essenziell, dass sie es wirklich spüren, dass alles was sie fühlen wirklich ok ist und sein darf... und dies öffnet Tür und Tor für emotionale Beruhigung, Entlastung und Entspannung... und genau danach sehnen wir uns doch alle - ungeachtet wie intelligent wir uns vielleicht ausdrücken können. Von daher öffnet sich noch ein viel grösseres Feld für EFT: Nicht nur Kinder mit Autismus - sondern auch Erwachsene mit Demenzerkrankungen könnten u.U. von EFT profitieren!